Ziel der Impfung

ist die Aufforderung an unser Immunsystem Antikörper gegen entsprechende Krankheitserreger zu bilden. Tritt später das geimpfte Kind in Kontakt mit dem echten Krankheitserreger ist der Körper bereits ausreichend zur Abwehr der Erreger vorbereitet und es kommt i.d.R. Nicht zum Krankheitsausbruch. Wir bieten in unserer Praxis alle von der zuständigen Impfkommission empfohlenen Impfungen an.

 

Impfkalender Deutsches Grünes Kreuz e.V.

Quelle: Impfkalender Deutsches Grünes Kreuz e.V. (Stand 16/17)

Selbstverständlich bieten wir auch alle Reiseimpfungen an. Um für ihr gewähltes Reiseziel den optimalen Impfschutz zu erreichen. Denken Sie bitte rechtzeitig an die Beratung.

Häufig gestellte Impffragen:

  • Was ist, wenn ich meinen Impftermin nicht wahrgenommen habe?
  • Kann ich mich als Elternteil gleich mit impfen lassen?
  • Kann ein Kind auch geimpft werden, wenn es erkältet ist?
  • Haben Impfungen Nebenwirkungen?
  • Ist ein Mensch, der alle Kinderkrankheiten durchgemacht hat, später widerstandsfähiger?
  • Sollen chronisch kranke Kinder, z.B. Asthmatiker oder Kinder mit Herzfehlern, geimpft werden?
  • Babys bekommen doch mit der Muttermilch auch Abwehrstoffe...
  • Was ist zu tun, wenn das Impfbuch des Kindes verlegt wurde?
Kein Problem. Der Körper vergisst nichts. Vereinbaren Sie einfach einen neuen Termin.
Ja, wir benötigen dafür Ihre Versicherungskarte. Sie sollten in den letzten vier Wochen keine fieberhafte Erkrankung durchgemacht haben. Im Umfeld von Operationen bzw. bei Einnahme von Blutgerinnungshemmern gelten besondere Vorschriften, die wir im Einzelfall gern persönlich besprechen.
Eine Erkältung ist kein Grund, ein Kind nicht zu impfen, dies gilt auch für Mehrfachimpfstoffe. Wenn Ihr Kind am Tag nach der Impfung eine Erkältung bekommen sollte, liegt es entweder daran, dass sich Ihr Kind im Wartezimmer angesteckt hat oder bereits ein Infekt hatte, der am Impftag noch nicht zum Vorschein kam. Gerade im Winter passiert das sehr häufig. Wenn Ärzte bei einer Erkältung abraten, möchten sie nur verhindern, dass sich die Eltern unnötig Sorgen machen, falls sich die Erkältung verschlimmert.
Manchmal treten lokale Reaktionen wie Hautrötungen und Schwellungen auf, die in einigen Fällen schmerzhaft sind. Auf Fieber und Unruhe können auftreten. Diese vorübergehenden Reaktionen sind Zeichen dafür, dass der Körper Abwehrkräfte bildet. Daher sind sie kein Grund zur Besorgnis.
Nein. Dies macht die körpereigene Abwehr weder besser noch schlechter. Auch Impfungen haben keinen Einfluss darauf, wie widerstandsfähig man später insgesamt als Erwachsener ist, aber sie bieten Schutz vor den entsprechenden Krankheiten.
Gerade chronisch kranke Kinder müssen vor Infektionen geschützt werden, denn die Immunabwehr der Kinder ist durch die Grunderkrankung geschwächt. Schwere Infektionen sind für sie besonders gefährlich, da diese oft einen schlimmen Verlauf nehmen und weitere Gesundheitsstörungen zur Folge haben können. So ist beispielsweise Keuchhusten gerade für Asthmakinder extrem belastend.
…. Reicht das nicht als Schutz gegen Kinderkrankheiten aus? Nein. Die Muttermilch enthält zwar Abwehrzellen und Immunglobuline, aber sie verleiht keinen ausreichenden Schutz gegen Kinderkrankheiten. Auch der vorgeburtliche Schutz, den das Baby über das Nabelschnurblut von der Mutter erhält, lässt nach der Geburt nach. Das Neugeborene muss daher so schnell wie möglich seine eigene Abwehr aufbauen.
Eine fehlende ärztliche Dokumentation über eine Impfung wird gleichgesetzt mit „nicht geimpft“. Das heißt, Kinder und Erwachsene, die keinen Impfnachweis haben, werden wie Nichtgeimpfte behandelt und geimpft. Eventuell vorausgegangene Impfungen stellen dabei kein Risiko dar.

Quelle: Impfratgeber für Eltern; Hrsgb: Service Impfen Aktuell, Ober-Ramstädter-Straße 96, 64367 Mühltal

Schutz vor den wichtigsten Infektionskrankheiten für Kinder im 1. Lebensjahr:

  • Rotavirusenteritis
  • Diphterie
  • Wundstarrkrampf (Tetanus)
  • Keuchhusten (Pertussis)
  • Kinderlähmung (Poliomyetis)
  • Haemophilus influenzae Typ B (HIB)
  • Leberentzündung (Hepatitis B)
  • Pneumokokken
Welche Symptome zeigt das kranke Kind?

Erste Symptome: Erbrechen, Durchfall, Nahrungsverweigerung

Mögliche Komplikationen: bedrohlicher Flüssigkeitsverlust, Austrocknung, Bewusstseinstrübung

Welche Symptome zeigt das kranke Kind?

Erste unspezifische Symptome: Fieber, Halsschmerzen und Unwohlsein

Typische Symptome: weißlich-graue Beläge auf den Mandeln und im Rachen; süßlicher Mundgeruch, Nasen-Rachen-Raum entzündet und geschwollen; starke Schluckbeschwerden; Husten; Atemnot

Mögliche Komplikationen: Kreislaufversagen, Entzündung des Herzmuskels, Lähmungserscheinungen Bei Kindern unter 5 Jahren tödlicher Verlauf in 5 bis 10 Prozent der Fälle!

Welche Symptome zeigt das kranke Kind?

1 bis 5 Tage lang Krämpfe der Kau- und Gesichtsmuskulatur, teilweise auch des Nackens, des Rumpfs und der Gliedmaßen

3 bis 4 Wochen lang schmerzhafte Muskelkrämpfe am ganzen Körper; Herzrasen

Phase der Genesung: 3 bis 8 Wochen

Mögliche Komplikationen: Lähmung der Atem- und Kehlkopfmuskulatur, Koma, Herzkammerflimmern und Herzstillstand

Welche Symptome zeigt das kranke Kind?

Keuchhusten dauert oft mehrere Monate und durchläuft drei charakteristische Stadien:

Vorstadium(etwa zwei Wochen): Mit etwas Husten, Schnupfen und leichtem Fieber

Anfallstadium (bis zu neun Wochen): Stakkatoartige, sehr starke Hustenanfälle (bis zu 50 täglich) mit pfeifendem, keuchendem Einatmen, häufig mit Erbrechen; Atemnot; lebensbedrohliche Erstickungsanfälle

Erholungsstadium (bis zu drei Wochen)

Mögliche Komplikationen: Mittelohrentzündung, Lungenentzündung, Atemstillstand

Welche Symptome zeigt das kranke Kind?

Die überwiegende Zahl der Infektionen verläuft symptomlos (90 bis 95 Prozent).

In fünf Prozent der Fälle treten grippeähnliche Symptome auf. In ein bis zwei Prozent tritt Steifheit von Nacken, Rücken und/oder Beinen auf. In einem Prozent der Fälle treten aufgrund von Nervenschädigungen Lähmungserscheinungen der Arme, Beine oder der Atmung auf, die zu lebenslanger Behinderung oder sogar zum Tod führen können.

Welche Symptome zeigt das kranke Kind?

Die häufigste durch den Erreger hervorgerufene Erkrankung ist die eitrige Hirnhautentzündung (Meningitis): Hohes Fieber, Erbrechen und Krampfanfälle; bleibende Behinderungen möglich

Eine andere schwere Form der Erkrankung ist die Kehldeckelentzündung (Epiglottitis). Sie beginnt oft mit leichten Halsschmerzen, dann folgt plötzlich hohes Fieber, vermehrter Speichelfluss, Schluckbeschwerden bis hin zur Atemnot oder Erstickungsanfällen.

Weitere Komplikationen: Mittelohrentzündung, Blutvergiftung, Lungenentzündung

Welche Symptome zeigt das kranke Kind?

Anfangs grippeähnliche Symptome, später Oberbauchbeschwerden, Dunkelfärbung des Urins, Entfärbung des Stuhls, Gelbfärbung der Haut, Lebervergrößerung, begleitet von Unwohlsein, Abgeschlagenheit, Müdigkeit

Mögliche Komplikationen: Chronischer Verlauf, der zu Leberschrumpfung (Leberzirrhose) oder zu Leberkrebs führen kann. Bei Kleinkindern verlaufen 30 Prozent und bei Neugeborenen sogar 90 Prozent der Erkrankungen chronisch; bei Jugendlichen und Erwachsenen kommt es etwa bei 10 Prozent zu chronischen Verläufen.

Welche Symptome zeigt das kranke Kind?

Krankheitsbeginn mit hohem Fieber, Schnupfen, Husten, Bindehautentzündung und Entzündungen im Hals- und Rachenraum

Nach einigen Tagen tritt der typische Hautausschlag auf mit zunächst hellroten, später dunkler werdenden Flecken, die z.T. ineinanderfließen.

Mögliche Komplikationen: Mittelohr- und Lungenentzündung; eine Gehirnentzündung (Enzephalitis) ist die schwerste Komplikation. Jedes fünfte daran erkrankte Kind stirbt an den Folgen; Überlebende behalten oftmals geistige Schäden zurück.

Schutz vor den wichtigsten Infektionskrankheiten für Kinder im 2. Lebensjahr

  • Masern
  • Mumps
  • Röteln
  • Windpocken
  • Meningitis Typ C
Masern – gefährlicher als ihr Ruf

Gefährlich werden Masern, wenn Komplikationen entstehen. Und Komplikationen sind bei dieser Infektionskrankheit keine Seltenheit. An einer Gehirn- oder Hirnhautentzündung erkrankt etwa jedes 1000. bis 2000. Kind. 30% der Betroffenen sterben. Besonders gefürchtet sind sehr seltene Spätkomplikationen mit fortschreitenden neurologischen Störungen bis hin zum Verlust der Großhirnfunktionen.

Mumps – vermeidbarer „Ziegenpeter“

Mumps ist gekennzeichnet durch eine Entzündung und Schwellung der Ohrspeicheldrüsen. Auch bei dieser Infektionskrankheit sind Gehirn- oder Hirnhautentzündungen mögliche Komplikationen. Ein während der Krankheit bestehender Hörverlust kann zu einer bleibender Taubheit führen. Eine Spätkomplikation nach Mumps betrifft Männer: Eine schwere Hodenentzündung während einer Mumpsinfektion kann zu Sterilität führen!

Röteln – Gefahr für das Ungeborene

Besonders gefährlich sind Röteln für ungeimpfte Frauen während der Schwangerschaft. Dies kann vor allem im ersten Schwangerschafts-Drittel zu schweren Schädigungen des ungeborenen Kindes, der sogenannten Röteln-Embryopathie führen. Zu diesen Schädigungen zählen u.a. Blindheit, Taubheit, schwere geistige Behinderung und Herzfehler.

Windpocken (Varizellen)…

… sind eine hochansteckende Infektionskrankheit, die insbesondere im Kindesalter auftritt. Sie verläuft häufig harmlos, kann jedoch auch zu schweren Erkrankungen führen, wie z.Bsp. Bakterielle Infektion der vorhandenen Bläschen, Lungenentzündung oder neurologische Komplikationen. Gefährlich ist die Ansteckung mit Windpocken auch für Personen mit schwachem Immunsystem oder Neurodermitis.

Meningitis Typ C – nein Danke

Die bakterielle Hirnhautentzündung durch Meningokokken der Gruppe C ist eine schwerwiegende Allgemeinerkrankung. Sie ist zu etwa einem Drittel Ursache der in Deutschland auftretenden Fälle von bakterieller Hirnhautentzündung. Trotz moderner intensivmedizinischer Methoden verläuft die Erkrankung in ca. 15% der Fälle tödlich. Wird sie überlebt, können schwere Restschäden, wie Anfallsleiden oder Entwicklungsstörungen zurückbleiben. Zur Vorbeugung der Erkrankung steht ein gut verträglicher Impfstoff zur Verfügung. Dieser kann im Rahmen des allgemeinen Impfplanes verabreicht werden.